Den Sieg im Blick, aber nicht die Uhr
Die Footballer der Nürnberg Hawks verlieren auch ihr zweites Heimspiel in der Regionalliga. Nach der Niederlage im Derby gegen die Rams, gingen sie am vergangenen Sonntag auch gegen den zweiten Absteiger aus der GFL2, die Fursty Razorbacks, als Verlierer vom Platz. Die 20:21-Niederlage war genauso knapp, wie unglücklich und das Entstehen zeigt, dass die Hawks nicht nur auf dem Feld noch eine Entwicklung durchlaufen müssen, um in der Regionalliga gänzlich anzukommen.
Gegen den ehemaligen Bundesligisten aus Fürstenfeldbruck zeigten sich die Nürnberger vor allem in der ersten Hälfte völlig unbeeindruckt. Mit ihrer unglaublich starken Defense ließen sie die Razorbacks kaum zur Entfaltung kommen und konnten auch früh in Führung gehen indem Fabian Döllinger einen missglückten Pitch der Razorbacks aufnahm und in die Endzone trug. In der Folge konnten die Hawks auch noch zwei Field Goal-Versuche erfolgreich verwandeln und führten zur Halbzeit überraschend mit 13:0.
In der zweiten Hälfte stellten die Gäste ihr Laufspiel um und konnten damit nun immer wieder Raumgewinne erzielen. Schnell stellten sie durch einen Touchdown den Anschluss her, aber die Hawks konterten wieder mit einem Defense-Touchdown, diesmal durch Kai Scharrer. Auch die Nürnberger Offense zeigt immer wieder gute Ansätze, allerdings verpasste man beim Stand von 20:14 ein weiteres Fieldgoal und sah sich im Anschluss einem letzten Ansturm der Razorbacks ausgesetzt, der wenige Minuten vor Ende in einem Touchdown und der damit verbundenen ersten Führung der Gäste mündete.
Die Hawks kamen nochmal an den Ball und versuchten in einem letzten Drive das Ergebnis abermals zu drehen. Nach einem Verzweiflungs-Fieldgoal-Versuch aus der eigenen Hälfte, bei dem sich Fursty eine Strafe leistete, kam man wirklich nochmals in realistische Nähe für einen Kick, doch während die Fieldgoal-Unit aufs Feld lief, pfiffen die Schiedsrichter das Spiel ab, die Spielzeit war bereits abgelaufen. Anstatt einen unerwarteten Sieg zu feiern, gab es lange Gesichter bei den Verantwortlichen der Hawks, weil sie die verbleibende Spielzeit falsch eingeschätzt hatten.
So gehen die Hawks aus dem schweren Auftaktprogramm also nur mit einem Sieg heraus. In den kommenden Wochen warten mit Amberg und dem Mit-Aufsteiger aus München die Gegner gegen die man sich Duelle auf Augenhöhe erwartet und wo man weitere Siege zum frühzeitigen Erreichen des Klassenerhalts einfahren möchte. Den Auftakt macht das Auswärtsspiel bei den Mad Bulldogs am kommenden Sonntag. Kickoff in Amberg ist um 15 Uhr.